Chronos Verlag Sivumäärä: 336 sivua Asu: Kovakantinen kirja Julkaisuvuosi: 2025, 01.12.2025 (lisätietoa) Kieli: Saksa
Die Geschichte der Inlandsadoptionen in der Schweiz ist bislang kaum erforscht. Diese Studie untersucht, wie sich die rechtlichen Rahmenbedingungen und das Handeln von Beh?rden und Adoptionsvermittlungsstellen auf adoptierte Menschen und ihre leiblichen Eltern ausgewirkt haben, und legt dar, wie sich diese Mechanismen im Zeitraum von 1922 bis 2017 ver?ndert haben.
Die Ergebnisse zeigen, dass das Kindeswohl bei Fremdplatzierungsentscheiden lange nicht im Zentrum stand. Ledige Mutterschaft wurde stigmatisiert und uneheliche Kinder erhielten von Gesetzes wegen einen Beistand. Beh?rden betrachteten Einelternfamilien als defizit?r und gaben deshalb viele Kinder verheirateten Paaren zur Pflege oder zur Adoption. Die Frage, was solche biografischen Br?che mit Kindern, M?ttern und V?tern machen, wurde kaum gestellt. Die Interviewanalysen zeigen, dass sich die Betroffenen oft als Objekt des Beh?rdenhandelns wahrnahmen. Die mit diesem Handeln verbundenen normativen Vorstellungen und subtilen Zwangsmomente hallen in ihrem Leben nach - insbesondere wenn die Kenntnis der biologischen Verwandten oder der Kontakt zu ihnen unterdr?ckt wurde.
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