Rotpunktverlag Sivumäärä: 192 sivua Asu: Pehmeäkantinen kirja Julkaisuvuosi: 2021, 25.09.2021 (lisätietoa) Kieli: Saksa
In der Kunstsammlung des Waffenfabrikanten Emil G. B?hrle ist die kriegerische Geschichte des 20. Jahrhunderts gespeichert. Kriegsmaterialexporte an NS-Deutschland und in die Hotspots des Kalten Kriegs hatten ihn zum reichsten Schweizer gemacht. Ausgestattet mit unersch?pflichen Mitteln kaufte er Kunstwerke, die durch Auspl?nderung und Vertreibung j?discher Sammler und Galeristen auf den Kunstmarkt gesp?lt wurden. ?ber Jahrzehnte schlummerte seine Sammlung in einem Privatmuseum und diente dem Ansehen der Familie B?hrle. Nun soll sie im Neubau des Kunsthauses Z?rich die Stadt als Kulturmetropole aufwerten. So zumindest die Hoffnung eines Zusammenschlusses verschiedener Akteure aus Politik, Wirtschaft und Museumswelt. Wie fand die durch Krieg, Vertreibung und Holocaust kontaminierte Sammlung Einzug in ein ?ffentliches Museum? Der Historiker Erich Keller zeigt in diesem Buch, wie fl?chtig Erinnerungskultur ist - und wie stark die Forschungsfreiheit gef?hrdet wird, wenn sie unter den Druck einer neoliberalen Standortpolitik ger?t. Er erkl?rt, wie historisch belastete Kunst ?konomisch verwertbar gemacht wird und was Provenienzforschung leisten k?nnte. Geht es um problematische Provenienzen, ist oft die Rede von "belasteten" Bildern. Doch Kunstwerke aus dem 19. Jahrhundert wussten nichts von ihrer Zukunft. Was aber wollen die Museen von ihrer Vergangenheit wissen? Debatten um Raubkunst drehen sich nicht um eine entr?ckte Vergangenheit, sondern stellen Fragen nach politischer Verantwortung in der Gegenwart.
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